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Sorge um Trinkwasser in Niederösterreich

Die aktuelle Trockenheit macht den Niederösterreichern Sorgen, ob überhaupt ausreichende Mengen an Trinkwasser zur Verfügung stehen. Die EVN, die einen großen Teil Niederösterreichs versorgt, gibt aber Entwarnung.

Die Trockenheit in Niederösterreich habe keine Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung, darauf hat die EVN heute auf den hohen Vernetzungsgrad in Niederösterreich hingewiesen.

Die Tochter EVN Wasser betreibe 100 Brunnen, die über etwa 1.700 Kilometer lange Transportleitungen miteinander verbunden seien. Wenn EVN Wasser den Betrieb von einem Ortsnetz übernimmt, hat dieses in der Regel bereits vier bis fünf Jahrzehnte auf dem Buckel. Kein Wunder also, dass es undichte Stellen gibt. „Natürlich ist jedes Wassernetz anders beisammen, es gibt aber zahlreiche Fälle in denen über 40% des Wassers am Weg verloren gehen“.
 
Um die Verluste zu minimieren, führt EVN regelmäßig Überprüfungen ihrer Trinkwasserleitungen durch: „Es soll kein Tropfen wertvolles Trinkwasser verloren gehen“, so Zach. Dabei kommt ein modernes Verfahren zum Einsatz, um das jeweilige Leck zu orten. „Mit Spezialgeräten können wir akustische Signale aufzeichnen und Schäden an den Versorgungsleitungen lokalisieren. Alle georteten undichten Stellen werden im Anschluss repariert und durch eine erneute Messung kontrolliert“, erläutert der Sprecher. Neben den wenigen großen Schäden, die rasch behoben werden können, sind es vor allem viele kleine Schäden, die den hohen Wasserverlust verursachen. 
 
„EVN Wasser spart durch ihre bisherigen Sanierungsmaßnahmen täglich rund 1,5 Mio. Liter ein. Mit dieser Wassermenge könnte man über 10.000 Menschen versorgen.
 
Auch im Haushalt kann man oft mit einfachen Maßnahmen enorm viel wertvolles Trinkwasser einsparen: Ein tropfender Wasserhahn etwa verliert bis zu vier Liter Wasser am Tag, das sind im Jahr 1.500 Liter Wasser.

Fotos: © EVN / Clemens Veith